Kindzentrierung
Kindzentrierung schreibt der Kindertagesstätte die Aufgabe zu, sich von den subjektiven Welten der Kinder, von ihren individuellen Lernwegen, ihren Deutungen und Absichten beeinflussen und lenken zu lassen.
Kindzentrierung ist nicht zu verwechseln mit "Laissez Faire". Kindzentrierung und Dialog gehören unabdingbar zusammen. Der Erwachsene bleibt erwachsen, aber er maßt sich kein Besserwissen und Vorauseilen an. Er lässt dem Kind die Freiheit der Entscheidung. Das Kind führt quasi Regie. Aber ebenso wie in der Welt der Erwachsenen gibt es Begrenzungen und klare Vorgaben, wenn es um Sicherheit geht oder den Ausgleich von Interessen.
Kindzentriert handelnde Erzieherinnen gehen mit ihrer Macht allerdings bewusst um, sie beschämen nicht, sie begrenzen auch die Grenzen. Vor allem aber haben die Kinder Einfluss auf die gesamte Gestaltung ihres Alltags. Partizipation ist in diesem Verständnis ein Grundrecht. Es ist kein Recht nur für besondere Gelegenheiten. Grundlage dafür ist das Bemühen des Erwachsenen, sich der subjektiven Welt der Kinder zu nähern.
Als kindzentriert beschreiben wir das Verhältnis zwischen Erwachsenem und Kind.